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Neue Gewaltwelle in Nahost? Streit auf allen Ebenen |
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Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan droht Israel im Streit um die Gaza-Hilfsflotte nun mit einem Einsatz der Marine. Künftig würden türkische Hilfslieferungen in das Palästinensergebiet unter den Schutz von Kriegsschiffen gestellt, erklärte er vergangene Woche.
Hintergrund ist der Streit um den israelischen Einsatz auf dem Schiff "Mavi Marmara" im Mai 2010, bei dem neun türkische Aktivisten getötet wurden. Ankara erwartet dafür eine Entschuldigung Israels.
Allgemein ist die Situation im Nahen Osten stark angespannt, weil die Palästinenser noch im September bei den Vereinten Nationen einen Antrag auf Anerkennung eines eigenständigen Staates stellen wollen. Israel lehnt dies strikt ab. Es wird allgemein eine neue Welle der Gewalt in Nahost befürchtet. Die Länder der Europäischen Union sind uneins, ob sie einen Palästinenserstaat anerkennen sollen oder nicht.
Um diese Themen dürfte es auch bei der Nahostreise von Bundesaußenminister Guido Westerwelle gehen.
Fragen dazu an Joachim Hörster, Unionsabgeordneter im Bundestag, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und Vorsitzender der Parlamentariergruppe für die arabischsprachigen Staaten des Nahen Ostens. Mit ihm spricht Sabine Beckmann.Nachhören können Siedas Interview hier .
Quelle: Inforadio Berlin; Mo 12.09.11 07:45 Uhr
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